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Jenaer Kulturkonzeption

Jena hat die dritte Kulturkonzeption für die Lichtstadt, die einen Zeithorizont bis 2025 in den Blick genommen hatte, nunmehr fortgeschrieben. Das aktualisierte Papier soll bis 2028 als "Kulturkompass" dienen.

Die Überarbeitung war nötig geworden, da das vorhergehende Papier stark von den Auswirkungen der Coronapandemie auf den kulturellen Spielbetrieb beeinflusst gewesen ist. Andererseits stehen in den kommenden Jahren – auch durch die multiplen gesellschaftlichen Krisen – andere Herausforderungen für die Kulturarbeit an. Die Arbeit an dem Papier war auch eine gemeinsame Kursbestimmung der neuen Werkleitung von JenaKultur, die seit Oktober 2023 mit Friedrun Vollmer als Werkleiterin für Kulturentwicklung und Kulturelle Bildung nun vollständig ist. Sie übernahm in dem gut sechs Monate dauernden Prozess die Leitung und Moderation. Über 300 Gespräche wurden mit zahlreichen Kulturakteur:innen und für die Kultur engagierten Bürgerinnen und Bürgern geführt, um Bedarfe, Herausforderungen und Entwicklungsziele zu ermitteln.

Blick von der Bühne, auf der eine Band steht, ins Publikum der Kulturarena Jena
Kulturarena Jena

Ein Kulturkompass für Jena

Die in der 3. Kulturkonzeption (2021-2025) formulierten fünf Ziele wurden inhaltlich nachgeschärft, um einige Aspekte erweitert und einheitlich formuliert. Sie beschreiben die Grundpfeiler einer langfristigen und nachhaltigen Kulturentwicklung in Jena und helfen, daraus Unterziele und konkrete Maßnahmen abzuleiten: 

  1. Kultur eröffnet Räume für demokratische Teilhabe und Mitgestaltung
  2. Kultur stärkt die Anziehungskraft der Lichtstadt Jena
  3. Kultur setzt Kreativität und neue Impulse für die Gesellschaft und jede:n Einzelne:n frei
  4. Kultur erzielt nachweisbare Wirkung
  5. Kultur trägt zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft bei
Lubomyr Melnyk mit langem grauen Bart sitzt mit geschlossenen Augen am Flügel im Volksbad Jena
Lubomyr Melnyk im Volksbad Jena

Diesen Zielen folgend wurden insgesamt 44 Maßnahmen beschlossen, die folgende Themen angehen:

  1. Die Kulturelle Bildung wird in ihrer Position innerhalb der Jenaer Kulturlandschaft gestärkt. Sie unterstützt das Ziel, insbesondere Kinder und Jugendliche zu Teilhabe und Mitgestaltung zu befähigen. Die beschlossenen Maßnahmen zielen vor allem darauf an, die bereits existierenden Angebote besser miteinander zu vernetzen und für die Bürger:innen sichtbar zu machen.
  2. Kulturentwicklung wird als integraler Bestandteil von Stadtentwicklung verstanden. Bei der Schaffung von kulturellen Freiräumen geht es auch darum, auftretende Interessenskonflikte mithilfe einer kompetenten und neutralen Vermittlung auszuhandeln. Hier liegt dann auch die Hauptaufgabe der neu zu schaffenden Stelle einer Nachtkulturvertretung für Jena.
  3. Kulturarbeit soll künftig auch stärker unter qualitativen Gesichtspunkten betrachtet werden. Wichtige Stichworte in dem Kontext sind Barrierefreiheit aber auch Nachhaltigkeit. Diese Aspekte sollen unter anderem in die Kulturförderrichtlinie eingearbeitet werden.
  4. Das Ehrenamt soll gestärkt und aufgewertet werden, ist es doch nicht zuletzt für die Kulturarbeit der Ortsteile unerlässlich.
  5. Schließlich soll die interkulturelle Zusammenarbeit mit den Partnerstädten Jenas wieder stärker in den Fokus rücken.

Die Jenaer Kulturkonzeptionen 2021-2025 und 2025-2028 finden Sie mitsamt aller Anlagen als Dateien im Download-Bereich bzw. unter Links.

Artist balanciert im Kopfstand auf einer Kiste, danebben spielt ein Musiker Saxofon, vor ihnen Kinder mit Luftballons
Kultursommer in Jena